_e3a0966_1Die geistes- und sozialwissenschaftlichen Fachbereiche und Studiengänge sind zentrale Säulen der Goethe-Universität. Sie vermitteln einen breit gefächerten Blick auf die Gesellschaften. Dass Studierende und interessierte Abiturient*Innen manchmal dennoch mit einem geistes- oder sozialwissenschaftlichen Studium hadern liegt daran, dass es keine klaren Berufsfelder für Geistes- und Sozialwissenschafter*Innen gibt.

Als Vizepräsidentin der Goethe-Universität Frankfurt freue ich mich daher besonders, dass einige Studierende im Rahmen des Deutschlandstipendiums an unserer Universität an dieser Stelle ansetzen und nach einem erfolgreichen ersten Versuch zum zweiten Mal berufliche Optionen vorstellen. Die Karrieremesse für Geistes- und Sozialwissenschaftler ist das erste Projekt seiner Art für Studierende unterschiedlichster Disziplinen.

Studierende entscheiden sich seltener für einen Studienabbruch, wenn sie ein klares Berufsziel vor Augen haben. Daher ist ein früher Kontakt zu Unternehmen und anderen potentiellen Arbeitgeber*Innen bereits während des Studiums unabdingbar. Genau an diesem Punkt setzt die Messe an: Unternehmen und Studierenden wird die Möglichkeit geboten, in einen Austausch zu treten. Damit wird die Messe sowohl für Unternehmen als auch für Studierende geistes- und sozialwissenschaftlicher Studiengänge zu einer interessanten Plattform, die in erster Linie einem Zusammenkommen und Kennenlernen dient.

Die Wertschätzung von Geistes- und Sozialwissenschaften ist kein Anliegen, das auf rein materieller Ebene basiert, wie es eine Karrieremesse suggerieren könnte. Ich bin davon überzeugt, dass dieses Projekt nicht nur für die Studierenden und die Unternehmen, sondern auch für unsere Gesellschaft an sich ein Gewinn ist. Wir brauchen Geistes- und Sozialwissenschaftler*Innen, die in vielfältigen Bereichen arbeiten und engagiert sind. Daher unterstütze ich dieses Projekt erneut und freue mich über eine rege Teilnahme.

Prof. Dr. Tanja Brühl, Vizepräsidentin der Goethe-Universität Frankfurt am Main