Wir sind ein Team von 6 Student*Innen an der Goethe-Universität Frankfurt, die sich gemeinsam mit 2 Mentoren ehrenamtlich für das Projekt engagieren.

 

Inga Steinhauser, 18, Geschichte mit den Nebenfächern Germanistik und Soziologie

Als ich nach dem Abitur den Gedanken geäußert habe, dass ich gerne Geschichte, Germanistik und Soziologie studieren möchte, hörte ich neben der allseits bekannten Frage: „Und was macht man dann damit?“ besonders von Mitschülern, die Medizin oder Jura studieren wollten, also Studiengänge mit ganz klaren Berufsbildern, ein „Ja, dann mach mal.“. Ich wurde nicht ernst genommen. Ich selbst habe auch immer nur an eine universitäre Karriere und die naheliegenden Berufsfelder wie Presse und Verlag gedacht. Als ich dann an die Uni gekommen bin, habe ich unter anderem durch die Messe „Karriere für den Geist“ überhaupt erst richtig erfahren, dass es auch in Firmen wirkliche Berufsmöglichkeiten gibt. So bin ich umso glücklicher, jetzt an der Messe mitzuarbeiten und vielleicht auch anderen Studenten und auf der anderen Seite auch Unternehmen ein A-Ha-Erlebnis zu verschaffen und dafür zu sorgen, dass Studenten der Geistes- und Sozialwissenschaftler und ihre Kompetenzen ernster genommen werden.

 

Dorothee Schneiders, 22, Erziehungswissenschaften

Nachdem ich zuerst im naturwissenschaftlichen Bereich ein Studium begonnen hatte und ich innerhalb eines Semesters schnell herausgefunden hatte, das Erziehungswissenschaften mein persönlicher Traumstudiengang ist, war die Verwirrung bei vielen Menschen in meinem Umfeld sehr groß. Die meisten dachten, ich werde später Mal als Sozialarbeiterin oder im Kindergarten arbeiten. Somit fing ich an, mich mit den verschiedenen beruflichen Möglichkeiten auseinanderzusetzen. Da ich selbst zu Beginn des Studiums nicht wusste, wo ich später mal beruflich hin möchte, freue ich mich an der Gestaltung der Messer mitwirken zu dürfen. Für uns Geisteswissenschaftler*Innen gibt es so viele verschiedene berufliche Perspektiven und Bereiche, die viele noch nicht kennen. Ich wünsche mir, dass wir mit der Messe genau auf diese Bereiche aufmerksam machen und dem ein oder anderen helfen können, seinen Traumberuf zu finden.

 

Anna-Lena Timme, 24, Ethnologie

Als Geisteswissenschaftler kann man alles oder nichts werden, denn einen konkreten Plan gibt es meist nicht. Damit man seinen Weg findet, kann man so viele Denkanstöße wie nur möglich gebrauchen. Diese Messe ist eine großartige Chance Studenten Ideen und Möglichkeiten aufzuzeigen, die ihnen vorher vielleicht gar nicht in den Sinn kamen!

 

Simon Kleinheins, 21, Geschichte mit den Nebenfächern Politologie und VWL

„Und was macht man damit?“ „Kann man damit auch Geld verdienen?“ Solchen Fragen muss man sich als Student der Geistes- und Sozialwissenschaften regelmäßig stellen. Ich verweise dann oft darauf, dass ich vor allem deswegen studiere, weil mich Geschichte interessiert, und dass es doch nicht sein kann, dass man die Dinge primär nur danach bewertet, ob sie ökonomisch verwertbar sind. Trotzdem nagt diese Frage an mir. Denn natürlich bin ich mir der Tatsache bewusst, dass man für seinen Lebensunterhalt arbeiten muss und dass man es als Geistes- und Sozialwissenschaftler schwieriger hat, einen Arbeitsplatz zu finden. Deswegen bin ich Mitglied bei der Projektgruppe „Karriere für den Geist“ geworden. Damit weniger Menschen bei der Wahl des Studiums vor der Entscheidung stehen, entweder ein interessantes Fach zu studieren oder eines mit der Perspektive auf einen   gut bezahlten Arbeitsplatz.

 

Jacqueline Wagner, 22, Germanistik und BWL
Die „Karriere für den Geist“-Messe sehe ich als große Chance. Geistes- und unbenanntSozialwissenschaftler werden leider oftmals unterschätzt. Uns wird nachgesagt, wir seien lebensfremd und nicht tauglich für die freie Marktwirtschaft. Doch das ist nicht der Fall! Tatsächlich sind wir u.a. besonders geschult darin, kritische Fragen zu stellen, Sachverhalte genau zu untersuchen und fundierte Lösungen zu finden. Ich bin mir sicher, dass wir genau das mithilfe der „Karriere für den Geist“ deutlich machen können – sowohl den Unternehmen, also auch den Studierenden selbst. Es wird in jedem Fall spannend, neue Karrieremöglichkeiten aufzuzeigen und den GS-Wissenschaften ihre gesellschaftliche und wirtschaftliche Bedeutung neu aufzuzeigen. Ich freue mich auf eine Messe, die Grenzen überwinden und eine Vorreiterrolle einnehmen wird.

 

 

Katharina & Jan Keller, Mentoren

Als Mentoren im Rahmen des Deutschlandstipendiums freut es uns ganz besonders, die Entwicklung einer Karriere-Messe für Geistes- und Sozialwissenschaftler zu begleiten. Als ehemalige Studenten u.a. auch an der Goethe Universität sowie nach einem weiteren berufsbegleitenden Studium, bestand zunächst die Idee, den Studenten von heute etwas mitzugeben, was sie für ihr späteres Berufsleben benötigen. Hieraus entstand die Motivation sich als Mentoren für Studenten zu engagieren. Dabei ist uns das Deutschlandstipendium aufgefallen. Erste Berührungspunkte mit Stipendiaten hatten wir bereits auf Berufswegen und konnten dabei erste Erfahrungen gewinnen. An der Goethe-Universität Frankfurt ist uns insbesondere die Verknüpfung der Förderung mit  einer individuellen und freiwilligen Teilnahme der Studenten an sozialen Projekten positiv aufgefallen. Die hat uns schließlich überzeugt und motiviert, als Mentoren im Rahmen des Deutschlandstipendiums an der Goethe-Universität tätig zu werden. Insbesondere unsere persönliche Erfahrung im Projektmanagement, einer Messegestaltung sowie die disziplinäre Nähe zu Geistes- und Sozialwissenschaften haben uns motiviert, das Projekt „Karriere für den Geist“ zu unterstützen. Nach gut zwei Jahren der intensiven Zusammenarbeit mit den Studenten sind wir als Mentoren sehr begeistert darüber, was diese Gruppe bisher realisiert hat. Die Ergebnisse des Projektes fußen ausschließlich auf einem außer-universitären und freiwilligen Engagement.