Wir sind ein Team von mehreren Student*Innen der Goethe-Universität Frankfurt, die sich gemeinsam mit 3 Mentor*Innen ehrenamtlich für das Projekt engagieren.

Andreas Spielmeyer, International Master in Audiovisual and Cinema Studies
Geisteswissenschaftler unterschätzen oftmals ihre eigenen Fähigkeiten und Möglichkeiten bezüglich ihres beruflichen Werdegangs. Gleichzeitig entdecken auch viele Arbeitgeber erst langsam das Potential geisteswissenschaftlicher Studenten und Absolventen, die sich durch kritisches sowie analytisches Denken, außerordentliche konzeptionelle Fertigkeiten gepaart mit Kreativität und Selbstständigkeit auszeichnen.
Die Messe „Karriere für den Geist“ ist sowohl für Unternehmen als auch für Studierende der Geisteswissenschaften eine einmalige Chance den jeweils anderen von ihren Qualitäten und dem Mehrwert interdisziplinärer Teamzusammensetzungen zu überzeugen.

 

Inga Steinhauser, Geschichte mit den Nebenfächern Germanistik und Soziologie

Als ich nach dem Abitur den Gedanken geäußert habe, dass ich gerne Geschichte, Germanistik und Soziologie studieren möchte, hörte ich neben der allseits bekannten Frage: „Und was macht man dann damit?“ besonders von Mitschülern, die Medizin oder Jura studieren wollten, also Studiengänge mit ganz klaren Berufsbildern, ein „Ja, dann mach mal.“. Ich wurde nicht ernst genommen. Ich selbst habe auch immer nur an eine universitäre Karriere und die naheliegenden Berufsfelder wie Presse und Verlag gedacht. Als ich dann an die Uni gekommen bin, habe ich unter anderem durch die Messe „Karriere für den Geist“ überhaupt erst richtig erfahren, dass es auch in Firmen wirkliche Berufsmöglichkeiten gibt. So bin ich umso glücklicher, jetzt an der Messe mitzuarbeiten und vielleicht auch anderen Studenten und auf der anderen Seite auch Unternehmen ein A-Ha-Erlebnis zu verschaffen und dafür zu sorgen, dass Studenten der Geistes- und Sozialwissenschaftler und ihre Kompetenzen ernster genommen werden.

 

Dorothee Schneiders, 23, Erziehungswissenschaften

Nachdem ich zuerst im naturwissenschaftlichen Bereich ein Studium begonnen hatte und ich innerhalb eines Semesters schnell herausgefunden hatte, das Erziehungswissenschaften mein persönlicher Traumstudiengang ist, war die Verwirrung bei vielen Menschen in meinem Umfeld sehr groß. Die meisten dachten, ich werde später Mal als Sozialarbeiterin oder im Kindergarten arbeiten. Somit fing ich an, mich mit den verschiedenen beruflichen Möglichkeiten auseinanderzusetzen. Da ich selbst zu Beginn des Studiums nicht wusste, wo ich später mal beruflich hin möchte, freue ich mich an der Gestaltung der Messe mitwirken zu dürfen. Für uns Geisteswissenschaftler*Innen gibt es so viele verschiedene berufliche Perspektiven und Bereiche, die viele noch nicht kennen. Ich wünsche mir, dass wir mit der Messe genau auf diese Bereiche aufmerksam machen und dem ein oder anderen helfen können, seinen Traumberuf zu finden.

 

Anna-Lena Timme, Ethnologie

Als Geisteswissenschaftler kann man alles oder nichts werden, denn einen konkreten Plan gibt es meist nicht. Damit man seinen Weg findet, kann man so viele Denkanstöße wie nur möglich gebrauchen. Diese Messe ist eine großartige Chance Studenten Ideen und Möglichkeiten aufzuzeigen, die ihnen vorher vielleicht gar nicht in den Sinn kamen!

 

Simon Kleinheins, 22, Politologie mit Nebenfach VWL sowie Geschichte mit den Nebenfächern Griechisch und Latein

„Und was macht man damit?“ „Kann man damit auch Geld verdienen?“ Solchen Fragen muss man sich als Student der Geistes- und Sozialwissenschaften regelmäßig stellen. Ich verweise dann oft darauf, dass ich vor allem deswegen studiere, weil mich Geschichte interessiert, und dass es doch nicht sein kann, dass man die Dinge primär nur danach bewertet, ob sie ökonomisch verwertbar sind. Trotzdem nagt diese Frage an mir. Denn natürlich bin ich mir der Tatsache bewusst, dass man für seinen Lebensunterhalt arbeiten muss und dass man es als Geistes- und Sozialwissenschaftler schwieriger hat, einen Arbeitsplatz zu finden. Deswegen bin ich Mitglied bei der Projektgruppe „Karriere für den Geist“ geworden. Damit weniger Menschen bei der Wahl des Studiums vor der Entscheidung stehen, entweder ein interessantes Fach zu studieren oder eines mit der Perspektive auf einen   gut bezahlten Arbeitsplatz.

 

Vanessa Thurn, B.A. Soziologie mit Nebenfach Rechtswissenschaft
Auf der Suche nach einem geeigneten Studiengang, der alle meine Fähigkeiten und Interessen umfasst, bin ich nach dem Abitur auf Soziologie gestoßen. Die Möglichkeit, spannende Literatur- und Theoriearbeit mit methodischen Kenntnissen zu kombinieren und selbst wissenschaftliche Arbeiten über aktuelle, gesellschaftlich-relevante Themen zu verfassen hat sich im Laufe meines Studiums als immer interessanter für mich erwiesen. Mein erster Gedanke, als ich von der Messe „Karriere für den Geist“ gehört habe, war darum einfach nur: Endlich! Endlich eine Messe, die auch und speziell Geistes- und Sozialwissenschaftler*innen bei der Wahl nach einem Job, der mindestens genauso spannend wie der Studiengang selbst ist, unterstützt und mit Unternehmen in Kontakt bringt.

 

Gordian Hafner, 25, Philosophie, Kunstpädagogik und Bildungswissenschaften im Staatsexamen für das Gymnasiallehramt
Das Studium an einer Universität versteht sich auch in der heutigen Zeit nicht als zielgerichtete Berufsausbildung. Eine Ausnahme bilden die Lehramtsstudiengänge, Rechtswissenschaft oder Medizin. Die vorgegebene Richtung der Studiengänge ist hier dennoch vielmehr als gesteckter Rahmen zu verstehen, der Studierende nicht davon abhalten sollte, sich gemäß ihren Interessen und Fähigkeiten mit anderen beruflichen Perspektiven auseinanderzusetzen.
Somit eignet sich die Messe „Karriere für den Geist“ als besondere Chance ebenso für jene, die sich, abseits des eingeschlagenen Werdegangs, im Dialog mit Unternehmen und Institutionen über weitere potentielle Tätigkeitsfelder informieren wollen.

 

Jacqueline Wagner, 23, B. A. Germanistik/BWL, Volontärin im Lektorat des Fischer Kinder- und Jugendbuchverlags
Die „Karriere für den Geist“ ist eine große Chance. Geistes- und unbenanntSozialwissenschaftler werden leider oftmals unterschätzt. Ihnen wird nachgesagt, sie seien lebensfremd und nicht tauglich für die freie Marktwirtschaft. Doch das ist nicht der Fall, wie man auch an meinem Werdegang sieht! Tatsächlich sind Geistes- und Sozialwissenschaftler u.a. besonders geschult darin, kritische Fragen zu stellen, Sachverhalte genau zu untersuchen und fundierte Lösungen zu finden. Und genau das machen wir mithilfe der „Karriere für den Geist“ deutlich – sowohl den Unternehmen, also auch den Studierenden selbst. Es wird in jedem Fall spannend, neue Karrieremöglichkeiten aufzuzeigen und den GS-Wissenschaften ihre gesellschaftliche und wirtschaftliche Bedeutung neu aufzuzeigen. Ich freue mich auf eine Messe, die Grenzen überwindet und bereits jetzt eine Vorreiterrolle eingenommen hat.

 

Aleister-Sean Lorey, Rechtswissenschaften
Mich hat es zum Projekt „Karriere für den Geist“ verschlagen, nachdem ich in meinem 1. Semester eines Tages aus der Vorlesung herauskam und direkt auf die Messe „gestolpert“ bin. Dabei war ich sofort von der Atmosphäre beeindruckt, welche die von Studenten organisierte Messe hatte. Kurze Zeit später bot sich mir dann die Möglichkeit zur Teilnahme an dem Projekt. Die Mitwirkung an einer eigenen Messe von Studenten und der Einblick hinter die Kulissen erschien mir sehr interessant. Ich freue mich auf die Mitarbeit und hoffe, dass die Messe weiter wächst und die Studenten, die Universität sowie die Arbeitgeber davon profitieren. Weiterhin wäre es schön, wenn sich die Messe auch außerhalb Frankfurts etablieren würde und auch Studenten von anderen Universitäten diese Möglichkeit bekämen.

 

Marion Gröger, Diplomkauffrau, Career Service Goethe-Universität Frankfurt

Ich freue mich sehr, als Mentorin für „Karriere für den Geist“ in diesem Jahr mit dabei zu sein. In der Karriere-Beratung merke ich, dass Studierende in geisteswissenschaftlichen Fächern häufig keine Vorstellung haben, was sie nach ihrem Studium beruflich machen wollen. Viele wissen auch gar nicht, was sie überhaupt für Möglichkeiten haben. In Stellenanzeigen werden oft nur Absolventen von wirtschaftswissenschaftlichen Studiengängen gesucht, obwohl Geisteswissenschaftler die ausgeschriebenen Positionen genauso gut besetzen könnten. Ich wünsche mir, dass durch „Karriere für den Geist“ bestehende Möglichkeiten für Studierende und auch Unternehmen sichtbar werden und neue Möglichkeiten sich durch Kontakte und Netzwerke entwicklen können.